Vorsitzender Matthias Türk begrüßte die zahlreich erschienen aktiven und passiven Mitglieder. Die Versammlung war schon lange nicht mehr so gut besucht.
Nach dem Verlesen der Tagesordnung und dem Totengedenken folgte der Bericht des Vorstandes.
Hier berichtete der Vorsitzende von den Aktivitäten im Vereinsjahr.
Angefangen vom gemeinsamen Hofball mit der Siegonia, der traditionellen Floriansfeier mit Fahrzeugsegenung, dem Besuch der Partnergemeinde in Hollenstein zum Zeughausfest, dem Gartenfest, der Vereinsflug zum Tegernsee mit Neuschnee, das Kesselfleischessen bis hin zur Weihnachtsfeier war viel geboten für die Mitglieder der Feuerwehr.
Ebenso gehörte die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, Michaelimarkteinzug oder Volkstrauertag zum Veranstaltungskalender der Feuerwehr. Der Besuch von Festlichkeiten der Ortsvereine, Gründungsfeste, Geburtstage der Jubilare und das Kinderferienprogramms des Marktes war ebenso auf der Agenda.
Leider wird es immer schwieriger Mitstreiter zu finden, die die Feuerwehr bei den öffentlichen Veranstaltungen vertreten. Hier ging der Appell an die Versammlung, sich wieder stärker im Vereinsleben und bei Veranstaltungen einzubringen.
Vorstand Matthias Türk teilte außerdem mit, dass er nach zwei Perioden als Vorsitzender nicht mehr für das Amt kandidieren werde.
Der Bericht von Schriftführerin Kerstin Schwarzbart lag in Papierform aus und konnte von allen Mitglieder eingesehen werden.
Als nächster Punkt der Veranstaltung stand der Kassenbericht von Christian Kiermeier an der Tagesordnung. Der Kassier berichtete von den verschiedenen Veranstaltungen und stellte Ein-/Ausgaben gegenüber. Die beiden Kassenprüfer Michael Schneider und Thomas Metzger bescheinigten dem Kassenwart eine ordentliche Führung des Kassenbuches und beantragten die Entlastung der Vorstandschaft, die dann auch einstimmig erfolgte.
Im Kommandantenbericht berichtete Martin Ettengruber über das vermutlich einsatzreichste Jahr in der Historie der Feuerwehr.
105 Einsätze mussten bewältigt werden.
Die alarmierten Kräfte leisteten dabei 2592 Einsatzstunden ab.
Einsatz |
Anzahl |
Alle |
105 |
Einsatz im Technischen Hilfsdienst |
74 |
Einsatz im abwehrenden Brandschutz |
18 |
Gefahrstoff |
0 |
Sicherheitswachen |
4 |
Sonstige |
9 |
Verschiedene Einsätze forderten die Mannschaft und das Gerät:
- Hochwasser an Abens und Donau
- Unwetterereignisse, Starkregen oder Sturmschäden
- Brand der Lagerhalle der Malerei Graßl
- schwerer Verkehrsunfall auf der B299 Höhe Mühlhausen
- schwerer LKW-Unfall auf der B299 Höhe Rosalie mit aufwendiger Personenbefreiung bei dem erstmals die Seilwinde am neuen HLF benötigt wurde
- ebenso mussten leider 11 Fehlalarme durch ausgelöste Brandmeldeanlagen, eCall oder Irrtum des Meldenden übernommen werden.
Neben den Einsätzen gab es auch über die zahlreichen Ausbildungen in den verschiedenen Bereichen zu berichten. Die Ausbildungen und Übungen sind notwendig, damit man im Ernstfall auch professionell Hilfe leisten kann. Denn nicht nur die Geräte sind hier entscheidend, sondern auch, wie diese sinnvoll eingesetzt werden können.
Die 56 Männer und 4 Frauen konnten sich in mehr als 40 Ausbildungsveranstaltungen hier bestens vorbereiten. Zusätzlich wurden noch die modulare Truppmannausbildung oder der Funklehrgang abgehalten.
Bei einer Tagesschulung für Maschinisten für das neue Einsatzfahrzeug sowie bei der THL Ausbildung bei der AUDI in Münchsmünster konnten ebenso wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.
Der Besuch von Lehrgängen auf Landkreisebene oder an der Feuerwehrschule ist ebenso ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung.
Für die Aktiven im Ortsteil Tollbach, sowie interessierten Helfern konnte man eine separate Schulung für die dort stationierte Chiemseepumpe veranstalten. Die Pumpe wird speziell bei Starkregenereignissen dort eingesetzt.
Im Bereich Brandschutzerziehung schulte Matthias Schwarzbart die Schüler der 3. Klassen der Herzog-Albrecht-Schule. Ebenso konnten er und seine Frau Kerstin die Schüler bei einer Lesestunde an der Schule zum Thema Feuerwehr begeistern.
Beim Besuch des Kindergartens mit dem Feuerwehrauto leuchteten ebenso viele kleine Augen.
Kommandant Ettengruber konnte die Erzieher/innen des kommunalen Kindergartens/Kindertagesstätte sowie die Mitarbeiter des Seniorenheims Magdalenum beim Umgang mit dem Feuerlöscher schulen.
Die Gerätewarte Sven Peters und Kilian Göttl musste mehr als 400 Stunden für Wartung, Reparatur und Pflege der Geräte investieren. Sicht- und Funktionsprüfung, monatliche Probeläufe der Aggregate und Pumpen gehört zu den Standardaufgaben.
Gerätehaus Erweiterung oder Neubau
Das Gerätehaus aus dem Jahr 1984 platzt aus allen Nähten, teilweise wurden Gerätschaften, Sandsäcke, Anhänger,… im ehemaligen Bauhof oder in die Hopfenhalle ausgelagert. Allerdings gibt es nach wie vor diverse Themen, angefangen vom Ölabscheider, Waschplatz/halle, Sanitärräume für Damen, die gefährliche Ein/Ausfahrtsituation,… um nur ein paar Punkte zu nennen. Langfristig kommt man um eine Erweiterung oder Neubau des Gerätehauses nicht drum herum.
Am Schluss dankte der Kommandant Martin Ettengruber allen aktiven Frauen und Männern für die Bereitschaft sich in den Dienst des Nächsten zu stellen. Es ist nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit, seine eigene, kostbare Freizeit, noch dazu unentgeltlich, für die Sicherheit unserer Bürger zur Verfügung zu stellen.
Im Jugendbericht konnte Jugendwart David Hexel von den verschiedenen Unternehmungen berichten. 18 Jugenfeuerwehrler, darunter 5 Mädchen zählt aktuell die Jugendfeuerwehr.
44 Übungen im Rahmen der Feuerwehrgrundausbildung MTA, Teilnahme an der Jugendgroßübung in Elsendorf, 24h-Tag, Jugendzeltlager in Mühlhausen oder Jugendwissenstest in Mainburg stand auf den vielen Programmpunkten der Nachwuchsmannschaft.
Über die Kinderfeuerwehr berichtete Matthias Schwarzbart. 11 Burschen und 6 Mädls engagieren sich bei den zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen. Von Knotenkunde „Schnürsenkel binden“ bis hin zum Umgang mit dem Strahlrohr und mit ihren neuem Feuerwehrauto, sind die Kids mit Begeisterung dabei.
Stefan Reiter berichtete vom Bereich Funk. Beim Funklehrgang im Januar konnten man ca 25 Teilnehmer im Bereich der Inspektion Süd schulen. Ebenso berichtete der Funkwart von der Umstellung auf digitale Alarmierung. Ende 2024 konnten alle Aktiven ihren, teilweise fast 30 Jahre alten Meldeempfänger, gegen ein neues, digitales Gerät ersetzen.
Stellv. Atemschutzwart Michael Graßmann berichtete für den beruflich verhinderten Manuel Frankl von Übungen und Einsätzen im Zusammenhang mit schwerem Atemschutz. Aktuell sind 18 Atemschutzgeräteträger tauglich und haben ihre Pflichtübung in der Übungsstrecke in Neustadt absolviert. Er motivierte und forderte zugleich die Aktiven auf, sich im Bereich Atemschutz mehr zu engagieren, es ist wichtig, dass wir immer genügend Geräteträger bei Einsätzen parat haben, wie z.B. die erst kürzliche Alarmierung „Brand eines LKW mit Gefahrgut“ aufweist.
Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Neuwahl der Vorstandschaft bzw. Bildung eines Wahlausschusses auf dem Programm.
Da bereits im Vorfeld erfolglos versucht wurde Kandidaten für die Posten Vorstand, stellvertretender Vorstand und Schriftführer zu finden, fragte nun der amtierende Vorstand Türk die Versammlung, ob es Vorschläge für Kandidaten gäbe. Leider kam es zu keinem Vorschlag, so dass eine weitere Versammlung in 6 Monaten einberufen werden muss und dort ein erneuter Versuch für eine Neuwahl durchgeführt wird. Bis dahin bleiben lt. Satzung die Ämter so besetzt bzw. werden kommissarisch geführt.
Es folgten die Grußworte des Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier.
Er bedankte sich bei allen Aktiven für die geleistete Arbeit im zurückliegenden Jahr, die viele Ehrenamtsstunden in den Dienst des Marktes und der Bürger gestellt haben. Außerdem wies er auf die Gerätehaussituation hin, man versuche trotz angespannter Haushaltslage eine Lösung zu erarbeiten. Ein gemeinsamer Termin von Führungsgremium der FFW sowie Vertretern der Gemeinde werde in naher Zukunft angesetzt.
Der Vorstandschaft des Feuerwehrvereins dankte der Bürgermeister ebenso herzlich für ihren Einsatz und Engagement in ihrer Amtszeit und bedauert, dass sich leider aktuell kein Mitglied zur Wahl stellt. Die Feuerwehr ist wichtig und ist im öffentlichen Leben oft vielseitig eingebunden.
Als kleine Anerkennung für die Helfer des Hochwassers im zurückliegenden Jahr konnte Dr. Johann Bergermeier jeden Aktiven als Dank ein Helferabzeichen des Freistaates Bayern überreichen.
Die Versammlung wurde geschlossen mit dem Leitspruch
„ GOTT zur EHR, dem NÄCHSTEN zur WEHR“