1845

Plan über das notwendige zu erbauende Waaghaus und zur Aufbewahrung der Feuerlöschrequisiten in dem Markte Siegenburg, weil dem alten Gebäude der Einsturz droht, soll das neue nach vorliegenden Bauplan 57 Fuß lang und 22 Fuß breit 2 Stock hoch gebaut werden.

Siegenburg den 12.03.1845Bekanntlich ist das vorhandene Feuer-Requisitenhaus so baufällig, dass solches täglich den Einsturz drohet und von Grunde aus neu erbaut werden muss. Diesen Neubau ist man gesonnen in der Art zu bewerkstelligen, dass in solchen zu ebener Erde auch ein Lokal für die Marktwaage und im oberen Stock ein Zimmer zu den Versammlungen des Magistrats und der Gemeindebevollmächtigten errichtet werde, will in dem dermaligen Versammlungszimmer des Schulhauses wegen der Feuchtigkeit desselben alle Akten und Rechnungen zu verfaulen und zu Grunde gehen, wogegen dieses wodurch das von der Marktskammer bisher jährlich bestrittene Logiegeld mit 12 Gulden hinweg fällt.

Kostenanschlag: 1208 Gulden.

Der Migistrat stimmte dagegen weil erst das Benefiziatenhaus gebaut werden musste.

1853

4. Dezember: Unterm heutigen wird dem Seb. Neuhofer schriftlich mitgeteilt, dass derselbe bei Entstehung eines Brandes hier oder in der nächsten Umgebung die Einspann der Wasserspritze No. 1 und Lorenz Thoma dieselbe No. 2 wenn im Verhinderungsfalle des Ersteren ohne Verzug zu besorgen haben, welches selbe durch Unterschrift bestätigen

1860

13. Dezember: Spritzenmeister Josef Dantl Nagelschmied wird durch den Zimmermann Josef Pickl neu besetzt. Die jährliche Komuration beträgt 2 Gulden.

1862

Ankauf einer Feuerlöschmaschine um 900 Gulden.

Unterbringung im Waaglokale. Die Einwohnerzahl beträgt 975.

1863

Nach dieser Reihenfolge trifft die Spritze zum Fahren.

Karrer Josef – Metzger

Michael Steinberger – Binder

Mathias Huber – Binder

Georg Bayer

Josef Kreitmeier – Glaser

Jakob Blaimer

Niedermeyer fürs Schloß

Andre Hoffmann

1864

Feuerordnung-Beschluß: Vom heutigen Tage an wird jeder welcher die Bürgeraufnahme verlangt und sich gier ansässig macht zur Pflicht gemacht sich einen neuen Feuerkübel anzuschaffen, denselben dem Magistrat vorzuzeigen und nach denselben vollzogener Nummerierung in seinem Hause an einem sichtbaren Ort aufzubewahren.

1868

Das Bezirksamt Kelheim drängt die Kommunen zur Errichtung einer Freiwilligen Feuerwehr. Der Magistrat stellt für die nächsten Jahre eine Gründung in Aussicht wenn die Hopfenpreise und Hopfenernte günstiger ausfallen.

1870

Der Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr München will vom Magistrat wissen ob schon eine Freiwillige Feuerwehr besteht. Die Antwort lautet: Dahier beantwortet dass eine Feuerwehr in Gründung begriffen und bis Oktober hergestellt sein wird. Spritzenmeister Josef Pickl wird wegen Umsiedlung in eine andere Gemeinde durch den Schlossermeister Johann Moratschek ersetzt. Die Landwehr älterer Ordnung wird aufgelöst. Das Vermögen der Landwehrkompanie wird dem Markt nur zur Aufbewahrung überlassen. Ein Zuschuss von 100 Gulden zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wird nur ausbezahlt, wenn sich der Verein mit Statuten und gewählter Vorstandschaft bebildet hat.

1871

18. Juni: Wegen Errichtung einer Freiwilligen Feuerwehr dahier findet heute nachmittags 3 Uhr im Rathausssaale eine Besprechung statt, zu welcher die verehrliche Bürgerschaft und junger Leute eingeladen werden. Magistrat Siegenburg

1872

Am Ende dieses Jahres hat der Verein 120 Mitglieder. Eine neue Feuerlöschordnung wird beschlossen.

1875

Die Feuerrequisiten in der Gemeinde Siegenburg:

Eine neue Feuerspritze mit doppelten Wangen und 150 Fuß Schläuche mit weiterem Zubehör

Eine alte Feuerspritze mit Doppelwangen und 150 Fuß Schläuche

Eine zweirädrige neue Feuerspritze mit Schläuchen

Auf jeder Spritze eine Überdecke

25 Stück Wasserkübel aus Eisenblech mit Ölfarbanstrich

22 Stück Wasserkübel aus Leder

4 große Holzwasserkübel

2 Rettungskörbe

13 Stück Feuerleitern für Steiger

2 Stück große Feuerleitern

4 Feuerhacken

Einen zweirädrigen neuen Wagen

Eine neue Sanitätstrage mit 2 Kissen

2 Laternen

Eine Ölkanne

60 Freiwillige, wovon 40 vollständig ausgerüstet sind

53 Pflichtfeuerwehrmänner

2 öffentliche Pumpen und ca. 150 Privatbrunnen

1881

Pflichtfeuerwehr vom 18. bis 40. Lebensjahr. Jährlich mindestens 2 Übungen. Bei Nichterscheinen 60 Mark Geldstrafe oder 4 Tage Haft.

1882

Zuschuss jährlich von 50 Mark vom Magistrat gebilligt. Sowie 100 Mark für Anschaffung eines Schlauchhaspels und 500 Mark für Anschaffung einer einrädrigen Saugspritze.

1883

Antrag auf Fahnenweihe mit Festprogramm zum 18. und 19. August zugleich 10-jähriges Stiftungsfest. 600 auswärtige Feuerwehrmänner haben sich angemeldet. Anschaffung einer großen vierrädrigen Saugspritze für 1800 Mark. Zuschussgesuch an die Brandversicherungskammer um 1000 Mark findet keine Berücksichtigung. Erst 1889 Kommt ein Zuschuss von 300 Mark gebilligt zur Auszahlung

1884

Spritzenfahrdienst bei auswärtigen Bränden:

Feuerspritze 1:             Ulrich Lehner – Ökonom

                        Reserve:           Maier Max – Gastwirt

Feuerspritze 2:             Thomas Nefzger – Bote

                        Reserve:           Josef Brücklmayer – Lederer

Transport der Feuerwehr:        Bergermeier Johann – Ökonom

                        Reserve:           Johann Loibl – Bierbrauer

Feuerbotenreitdienst bei Bränden im Markt Siegenburg

1. nach Biburg u. Abensberg:   Alois Kagerer – Hafner

                        Reserve:           Andreas Haberstroh – Mauerermeister

2. nach Mühlhausen, Neustadt: Martin Weiß – Privatier

                        Reserve:           Gotthard Mayr – Kaufmann

3. nach Niederumelsdorf:         Xaver Wilhelm – Metzger

                        Reserve:           Xaver Wagensonner – Melber

4. Nach Kirchdorf:                  Georg Schmid – Metzger

                        Reserve:           Sebastian Wagensonner – Söldner

1886

Fremden und Sicherheitspolizei alle Sonn- und Feiertage während der Hopfenernte von abends 5 Uhr bis zur Polizeistunde 8-10 Mann zum Patrolieren zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung.

1887

Ankauf einer großen vierrädrigen Saug- und Druckspritze mit Kutschersitz, Sperrvorrichtung, Laternen, Requisitenkasten und Schlauchhaspel. Kosten 1400 Mark von Firma Epple und Buxbaum Augsburg.

1888

12. Dezember: Fackelzug zusammen mit dem Kriegerverein und der Liedertafel anlässlich der Beerdigung des verstorbenen Mitglieds Herrn Johann Loibl – Bierbrauereibesitzer. Die Aufstellung des Fackelzuges präzise 7 Uhr abends vor dem Rathaus mit der Fahne gegen die Mariensäule, dann um dieselbe im Rechtsschwenk über den Marktplatz nach dem Friedhof. Die Fackeln besorgt die Freiwillige Feuerwehr.

1890

Anschaffung einer Dienstfahne mit Laterne. Anschaffungen der Gemeinde in den letzten 12 Jahren: 25 Messinghelme, 12 Gurte, 2 Beile, 18 Schlauchbinden, 1 Spitzhacke, 1 Schiebeleiter, 2 Klappleiter, 2 Dachleiter, 1 Schlauchhaspel, 1 Druck- u. Saugspritze, 200 m Hanfschläuche, 1 Branddirektionsfahne.

1894

Anschaffung eines Mannschaftswagens bei Herrn Wittich Kgl. Poststallmeister in Regensburg zum Preis von 200 Mark.

1896

Beschluss: In heutiger Generalversammlung wurde beschlossen, dass am 3. Januar 1897 ein Vereinsball abgehalten wird und hierzu die hiesige Musikkapelle mit 30 Mark honoriert wird. Beschlossen wurde ferner, dass Mitglieder frei sind und Nichtmitglieder 1 Mark zu bezahlen haben. Der Verwaltungsrat bildet das Ballkomite. Als Tanzmeister fungiert Xaver Mayr jun..

1897

Beschluss: In heutiger Generalversammlung wurde beschlossen, dass am Stefanitag eine Christbaumverlosung stattfindet. Bemerkt wird noch, dass dieselbe nachmittags 3 Uhr beginnt. Ankaufspreis der Christbaumwaren ca. 60 Mark. 600 Lose a. 20 Pfennige. Musik erhält vom Verein nichts.

Erstmals Errichtung einer Telegrafenstation zur Alarmierung der Feuerwehren.

1898

Chargenwahl bei der Generalversammlung dam 24. Juli :

Vorstand: Lehner Alois – Schreinermeister

Hauptmann: Andreas Rothenwallner – Metgermeister

Adjudant: Hägl Josef – Conditor

Kassier: Schmidmüller Konrad – Bäcker

1899

25-jähriges Dienstjubiläum. Der Mistrat bewilligt einen Zuschuss von 80 Mark für Ehrungen da bekannt ist, dass der Verein in misslichen Verhältnissen steht.

1902

Eine neue Schubleiter wird angeschafft.

1905

Eine neue Saugspritze soll gekauft wurden wurde beschlossen – aber nicht gekauft

1911

Ein neuer Mannschaftswagen wird bei Nickl Lorenz Schmiedemeister bestellt.

1912

Die Patenstelle für die Feuerwehr Train wird übernommen.

1913

40-jähriges Bestehen des Vereins. Eine stille würdige Feier soll stattfinden. Am Vormittag ist Kirchenparade mit Musik. Mittag: Besichtigung der Feuerwehr. Nachmittag: Konzert.

Die Patenstelle für die Fahnenweihe in Niederumelsdorf wird übernommen.

1923

Das verstorbene Mitglied Herr Otto Schmidmayer machte dem Verein eine Schenkung von 10000 Mark.

1925

50-jähriges Stiftungsfest. Die Abfassung eines entsprechenden Berichtes über das 50-jährige Stiftungsfest am 19. Juli 1925 wurde leider unterlassen.

1926

Beschluß: Eine Motorspritze soll angeschafft werden, da ein Teil der Jungenlichen im Alter von 18-30 Jahren nicht die mindeste Neigung in der Bedienung der alten Löschmaschinen zeigte. Die Gebrüder Wittmann stiften dem Verein 1hl Freibier.

1927

Am 8.Juni: die neue Magirus Motorspritze Modell 1926 ist eingetroffen. Sie kostet 6200 Mark. Der Verein muß bei Raiffeisen ein Darlehen von 5700 Mark aufnehmen. Die Bürgschaft leistet die Marktgemeinde. Die Versicherungskammer gibt einen Kostenzuschuss von 1550 Mark. Sebastian Türk erhält nach 25 Dienstjahren als Hauptmann das Feuerwehr-Ehrenzeichen am weißblauen Bande.

1928

Die Gemeindekasse soll Zins und Tilgung für die neue Motorspritze übernehmen wird beantragt.

1937

Die alten Messinghelme werden durch Stahlhelme ersetzt. Der Feuerwehrhauptmann hieß nun Kommandant des Feuerlöschpolizeikommandos. Der Mitgliederstand war 173 und bei der Pflichtfeuerwehr 111 Mann.

1941

Hitlerjugend – Feuerwehrscharen sind aufzustellen. Scharführer ist Anton Schinagl und Anton Karrer jun.. Zur Wehr Siegenburg werden 2 HJ – Jugendgruppen gebildet.

1955

Kauf des ersten Löschgruppenfahrzeugs: OPEL Blitz LF 8

1964

Kauf Tragkraftspritzenfahrzeug: FORD Transit TSF

1965

Kauf Anhängeleiter: AL 12

1972

100-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

1977

Kauf eines LF 16 Magirus

1982

Umzug der Fahrzeuge in den Bauhof, während der Planungs- und Baumaßnahmen für das neue Gerätehaus

Ankauf eines gebrauchten LF 16-TS Magirus

1983

Kauf eines Rettungsspreizers(LF 16)

1985

Bau des Feuerwehrgerätehauses

1986

Ankauf des TLF 24/38 aus Bundeswehrbeständen

1990

Kauf eines Mehrzweckfahrzeuges

1995

Kauf des TLF 16/25 als Ersatzbeschaffung für das TLF 24/38

1997

125 jähriges Gründungsfest mit Segnung der restaurierten Fahnen

2000

Umbau des LF 16 zu einem V-LKW mit Hebebühne

2001

Kauf eines LF 16

2002

Im Rahmen der Floriansfeier wurde das 130 jährige Bestehen gefeiert und zahlreiche Ehrungen durchgeführt

2006

Eweiterung des Feuerwehrhauses um eine kleine Atemschutzwerkstatt sowie Lagerraum und Werkbank, neue, fahrbahre Schlauchregale        

2010

für MZF Ersatzbeschaffung bei der Fa. COMPOINT

2011

Patenverein bei der 125 Jahrfeier der FF Train

2012

Ersatzbeschaffung V-LKW bei der Fa. Jännert, inkl. LKW - Rettungsbühne